Training für Zertifizierungs – KandidatInnen in Kenia

Ich komme gerade zurück von einem 6-tägigen Training mit den Zertifizierungskandidaten in Kenia und will mich hier mit einem Kurzbericht melden. Einen längeren Bericht auf Englisch finden Sie hier zum Herunterladen:

Training with certification candidates in Kenia from July1

Aufgrund meiner Erfahrungen und nun auch persönlichen Verbindungen liegt es mir sehr am Herzen, dass diese Menschen weiter gefördert werden, damit die GFK auch in Afrika weitere Wurzeln schlagen kann. Daher möchte ich alle Menschen, die sich angesprochen fühlen, sehr herzlich bitten, durch eine Spende über DACH oder direkt ans CNVC, die Teilnahme dieser Menschen am IIT zu unterstützen.

Ich war beeindruckt von deren Willen zu lernen und auch die GFK weiter geben zu können. Einige von ihnen sind bereits weitgehend in der Haltung lebend, was ihnen noch fehlt sind Methoden zur Erwachsenenbildung (gegenüber schulischem Unterricht). Den haben sie nämlich mit Strafen, Schlägen und anderen Disziplinierungsmaßnahmen erlebt, was sie in schlechter Erinnerung haben. Somit haben wir neben GFK-Vertiefung auch daran gearbeitet, was man so als Trainer beachten kann, damit das Training noch mehr zum Lernen der TN beiträgt und auch eine andere Lernatmosphäre geschaffen wird, die das Lernen unterstützt. Training Kenia Juli 2013
Das ist eine echte Herausforderung in Nairobi: der Raum, in dem unser Training statt fand, entspricht dem, was wir eher als Abstellraum nützen würden; innenliegend, vergitterte Fenster auf einen Innenhof-Lichtschacht, Beton, und Stühle, die man bei uns kaum auf dem Sperrmüll findet. Aber wir haben auch daraus das Beste gemacht, um unsere Projektgelder für anderes einzusetzen als für einen anderen Raum, der uns 50€ pro Tag gekostet hätte – 60€ verdient ein Reinigungsarbeiter im Monat.
Die TN haben die sechs Tage als sehr intensiv erlebt und aus unserer Sicht große Fortschritte sowohl in der GFK als auch im Trainersein gemacht. Z.B. haben sie zurückgemeldet, dass sie erkennen, wie Struktur sie unterstützt und sie bisher an der mangelnden Struktur auch gelitten haben. Ein TN hat seinen Umgang mit der Zeit überdacht und verändert, nach zwei Tagen wurden Handys nur noch in den Pausen benützt und alle Aufmerksamkeit war beim Training. Und auch das meldeten sie danach als positive Erfahrung zurück; sie hatten sich vorher keine Stunde ohne Handy vorstellen können.
Dazu muss man wissen, dass Handys das zuverlässigste Kommunikationsmedium sind und alle Jobangebote über das Handy laufen und man umgehend reagieren muss, wenn man den Job bekommen will.
Ein weiteres Thema war Feedback geben und nehmen: Die TN haben es sehr genossen, ein Feedback mit celebrations und mournings zu bekommen und nahmen die Herausforderung an, auch selbst ein solches sich untereinander zu geben! Und das in 40 Worten – für afrikanische Kultur absolut ungewöhnlich!All diese Menschen sind sozial und ehrenamtlich engagiert, wenden die GFK schon in ihren Gruppen an, geben Trainings und wollen die GFK in ihren und anderen Gruppen, sowie Schulen voran bringen. Ich freue mich sehr darüber und sehe darin eine nachhaltige Wirkung der Unterstützungsmaßnahmen.Ich danke jetzt schon all denen, die bereit sind, eine Spende für die IIT-Teilnahme in Kenia zu geben oder die bereits gegeben haben.
Jeder Beitrag ist weiterhin herzlich willkommen!
Infos zum IIT in Kenia finden Sie hier
Herzliche Grüße
von Doris