Elke Wilhelm zu ihren Assessmenttagen im Jan. 2014

Mein Weg zur Zertifizierung beim CNVC

Als mir 1998 Marschalls Buch in die Hände fiel, konnte ich noch nicht ahnen, welch Wende dies in meinem Leben bedeutete. Ich warf es immer wieder als „an der Realität scheiternd“ in die Ecke bis ich erkannte, dass dies in meiner eigenen Verantwortung lag, denn irgendetwas hatte es in meinem Herzen berührt, sozusagen Verborgenes angestoßen. Da ich im Leben gern den Stier bei den Hörnern packe, landete ich zwei Jahre später bei Edith in einem Intensivkurs und entwickelte mich fortan zum GFK-Seminar-Junkie… Edith ist für mich so etwas wie meine geistige Hebamme geworden, Rita hat mir Laufen beigebracht und Doris hat den Zertifizierungsprozess im Trio unterstützend begleitet. Dabei nicht zu vergessen die wichtigen Begleiter auf der Strecke, die zu diesem Prozess beigetragen haben: Meine Mediatorenausbildung bei Ingrid Holler&Team und die Trainingsessions bei Klaus Karstädt waren dabei ganz besondere Highlights wie all die Menschen, die sich mit ihrem Herzen und ganzem Engagement für die Verbreitung der GFK einsetzen und mich darin unterstützten.
Für mich stand während Ediths erstem Seminar schon fest: zu dieser Gemeinschaft, diesen Menschen mit ihrem unermüdlichen Streben einen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten, will ich gehören und ein Teil von ihnen sein. Deshalb war es für mich auch kein Widerspruch die Anerkennung beim Fachverband zu erhalten, denn ich zweifelte niemals daran meinen Weg der Zertifizierung weiterzugehen. Ich spürte einfach, dass es um Verbindung geht, die nicht das Trennende betont sondern das Gemeinsame und gleichzeitig hat die Internationalität vom CNVC insbesondere durch meinen Job als Purserette bei Lufthansa eine besondere Stellung in meinem Leben, sodass ich sehr glücklich bin auch dort die Aufnahme in die internationale Trainergemeinschaft erfahren zu dürfen.
Das „Final“ war jedoch von Umständen begleitet, die einen intensiven Austausch mit meinen Assessorinnen verlangte und einen Prozess auslöste, der mich herausforderte und zur Selbstreflexion ermunterte. Wir stellten uns ungewöhnlichen Situationen und fanden Lösungen, die für alle Beteiligten tragbar waren. Das Ringen sich für die eigenen Bedürfnisse einzusetzen ohne den anderen aus dem Blick zu verlieren war spannend und spannungsreich zugleich… Ja, das Leben stellt die Fragen, wenn ich sie hören will, und ich stehe täglich vor der Entscheidung auf welche Weise ich sie beantworten möchte.
Die Assessment-Tage im Odenwald bildeten einen Raum, der diese Prozesse würdigte und gleichzeitig den Rahmen zum Feiern dieser Ernte bildete. Erfüllt kam ich nach Hause in der Zuversicht unsere gemeinsame Vision in die Welt tragen zu können.
Wieder habe ich ein neues großes Tor aufgestoßen, welches mir neue Perspektiven eröffnet, die alltägliche „Gewalt“, die in unserem Alltag oft ganz unbewusst geschieht, sensibler zu erspüren und neue Wege im Umgang damit zu leben. Dieser Resonanz vertrauend werde ich meinen Weg weiter gehen, in der Sicherheit meinen Beitrag zu einem erfüllenden Miteinander leisten zu können.
Ich danke all den daran beteiligten Trainerkollegen und fühle mich getragen von den Verbindungen, die entstanden sind und noch entstehen mögen.
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